Stefan Voigt

Die Voigt GmbH wurde von Stefan Voigt gegründet. Von Anfang an standen dabei handwerkliche Qualität, persönliche Beratung und eine saubere Umsetzung der Projekte im Mittelpunkt. Was als Idee begann, hat sich über die Jahre zu einem etablierten Betrieb entwickelt, der für Verlässlichkeit und solide Arbeit steht.Auch heute spiegeln sich die Werte des Gründers in der täglichen Arbeit der Voigt GmbH wider: ein direkter Kontakt zu den Kunden, ein hoher Qualitätsanspruch und der Wille, jedes Projekt sorgfältig umzusetzen.

Stefan Voigt ( 2. Juli 1963 in Schwelm)* ist ein deutscher Gärtnermeister, Höhlenforscher und Naturschützer. Durch seine jahrzehntelange Arbeit hat er die Höhlenkunde in Deutschland maßgeblich professionalisiert und durch innovative Konzepte wie das „Ennepetaler Modell“ die rechtliche Basis für den ehrenamtlichen Höhlenschutz geschaffen.

Beruflicher Werdegang und Unternehmertum

Stefan Voigt begann seinen beruflichen Weg 1979 mit einer Lehre zum Landschaftsgärtner, die er 1982 erfolgreich abschloss. Nach seinem Grundwehrdienst beim Fallschirmjägerbataillon 5/271 in Iserlohn (1983–1984) fokussierte er sich auf seine fachliche Weiterbildung und legte 1989 die Meisterprüfung im Garten- und Landschaftsbau ab.

  • Voigt GmbH: 1998 gründete Voigt seinen eigenen Betrieb im Garten- und Landschaftsbau. Was mit zwei Mitarbeitern begann, entwickelte sich zu einem renommierten Unternehmen mit heute 15 Landschaftsgärtnern und Meistern. Die Ausbildung junger Talente zum Gärtnergesellen bezeichnet Voigt als persönliche „Herzensangelegenheit“.

  • Unternehmensnachfolge: Seit dem 31. Januar 2017 bereitet er eine harmonische Übergabe des Betriebes an seinen Nachfolger Mathias Raasch vor.

  • Prüfungswesen: Aufgrund seiner Expertise wurde er 2003 in den Prüfungsausschuss der Landwirtschaftskammer Westfalen berufen, wo er bis heute Gesellen- und Werkerprüfungen abnimmt.

Speläologische Forschung und Entdeckungen

Voigt gilt als einer der aktivsten Höhlenforscher Deutschlands. Sein Engagement im Arbeitskreis Kluterthöhle e. V. (AKK) begann 1980. Nachdem er bereits 1983 in den Vorstand gewählt wurde, übernahm er 1984 den stellvertretenden Vorsitz und ist seit 1987 ununterbrochen Vereinsvorsitzender.

Nationale Meilensteine

  • Kluterthöhlensystem: Schon 1980 entdeckte er nach dem Durchtauchen eines Nasensiphons Neuland in der Kluterthöhle. 2024/25 gelang ihm und seinem Team (u. a. Rafal Mathea, Melina Vogrig, Anna Hilgert) die seit 1881 vermutete Verbindung zwischen der Klutert- und der Bismarckhöhle. Mit 8.855 m Ganglänge (Stand Ende 2025) ist es das größte System in NRW und die achtlängste Höhle Deutschlands.

  • Windloch im Mühlenberg (Engelskirchen): Nach jahrzehntelanger Suche entdeckte Voigt 2019 dieses System. Bis 2021 wurden dort 8,5 km Gänge vermessen. Besondere mediale Aufmerksamkeit erregten die Entdeckung der größten Aragonitexentriques Europas („Hydra“ und „Bäume des Glücks“) sowie die Dokumentationen durch Terra X (ZDF) und Galileo (Sat.1).

  • Archäologische Sensation Blätterhöhle: 1983 entdeckte er die Blätterhöhle in Hagen. Bei Wiederaufnahme der Forschung 2004 erkannte Voigt den Wert gefundener Menschenknochen. Eine von ihm veranlasste Radiokarbondatierung belegte ein Alter von 10.700 Jahren – der älteste Fund eines „Jetztmenschen“ in NRW. Bis heute wird Grabungsmaterial auf seinem Firmengelände geschlämmt.

  • Weitere Entdeckungen: Heilenbecker Höhle (1983, 4 km), Hagener Holthauser Bachhöhle (1981), Simonhöhle (1986, 700 m Neuland), Rosper Höhle (1998, schönste Tropfsteinhöhle des Bergischen Landes) sowie die Entdeckung der Paradieshöhle (2021) mittels Warmluftanalyse.

Internationale Expeditionen

Voigt leitete und begleitete zahlreiche Expeditionen weltweit:

  • Syrien (1985): Erforschung der Cater-Magara-Höhle (mit über 7 km die längste Gipshöhle Vorderasiens).

  • Österreich: Entdeckung von über 15 km Gängen und sechs Großhöhlen im Steinernen Meer (Salzburger Alpen).

  • Asien: Teilnahme an Expeditionen in Kambodscha (1996, 12 km Gänge und ein Tempel aus dem 6. Jhd.), Oman (2008, Al-Kittan-Höhle) und Laos (2014).

Naturschutz und das „Ennepetaler Modell“

Ein Kernaspekt von Voigts Arbeit ist die rechtliche Absicherung der Höhlenforschung. Zwischen 1987 und 1990 erarbeitete er mit der Stadt Hagen das „Ennepetaler Modell“. Dieser bundesweit einmalige Vertrag überträgt Aufgaben des Höhlenschutzes an Fachvereine. Voigt schloss ähnliche Verträge mit zahlreichen Städten (u. a. Wuppertal, Schwelm, Engelskirchen) und Kreisen ab.

Flächensicherung und Renaturierung

Voigt nutzt sein Unternehmen aktiv für den Naturschutz:

  • Ankauf von Schutzflächen: Er erwarb insgesamt 48 Hektar Land mit über 40 Höhlen (z. B. Steinbruch Rauen, Schwelmer Tunnel, Milsper Hardt), um sie durch grundbuchliche Sicherung dauerhaft vor Zerstörung zu bewahren.

  • Altlastenbeseitigung: Unter seiner Leitung wurden über 100 m³ Müll aus dem Kallenloch (1991) und der Frettlöhrhöhle (2021) entfernt.

  • Synergieeffekte: Der Schwelmer Tunnel wurde unter seiner Ägide zu einer „Blaupause“ für die Kombination aus Radwegebau und Höhlenschutz.

Nationales Naturmonument

Auf Voigts Initiative hin wurde das Kluterthöhlensystem 2019 als viertes Nationales Naturmonument Deutschlands anerkannt. 2025 reichte er gemeinsam mit der Gemeinde Engelskirchen einen entsprechenden Antrag für die Aggertalhöhle beim Landesumweltminister Oliver Krischer ein.

Innovationen und Wissenschaft

  • Steinzeitwald (2019): Voigt entwickelte ein Aufforstungskonzept mit trockenheitsresistenten, heimischen Baumarten aus der Jungsteinzeit als Antwort auf den Klimawandel.

  • Geologie: Er entdeckte in der Klutert- und Aggertalhöhle eines der weltweit bestbewahrten paläozoischen Korallenriffe. Zudem wirkte er als Mitautor an geologischen Karten und Fachpublikationen des Geologischen Dienstes NRW mit.

  • Präzedenzfall Tropfsteinraub: Durch seine Hartnäckigkeit erwirkte er ein Gerichtsurteil, das Tropfsteinraub als gemeinschädliche Sachbeschädigung (statt als Kavaliersdelikt) einstufte.

Ehrenämter und Auszeichnungen

Funktionen (Auszug)

  • Landschaftswächter des Ennepe-Ruhr-Kreises (seit 1996 für Ennepetal).

  • Mitglied des Naturschutzbeirates (seit 2009) und des Beirates Geopark Ruhrgebiet (seit 2012).

  • Prüfer für Höhlenführer der Kluterthöhle (seit 1999).

Ehrungen

  • 1982: Preis der Landesregierung NRW für Naturschutz.

  • 2011: Deutscher Landschaftspflegepreis.

  • 2016: Naturschutzpreis der Bezirksregierung Arnsberg.

  • 2018: Bundesverdienstkreuz am Bande für Leistungen in Forschung und Naturschutz.

  • 2018: Dr.-Benno-Wolf-Preis (höchste deutsche Auszeichnung für Höhlenforschung).

  • 2025: Wahl zum Ehrennachtwächter von Ennepetal (Ehrenbürger für ein Jahr).

Persönliches

Stefan Voigt ist seit 2002 mit seiner Frau Ute verheiratet und hat zwei Kinder. Als überzeugter Christ engagiert er sich in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Ennepetal-Oberbauer, wo er regelmäßig als Prediger tätig ist.

– Stefan Voigt, 28.04.2026